Das Wappen

 

 

Seit 1962 sind in den Kreisen Birkenfeld und Kreuznach über 100 Gemeindewappen entworfen und vom  Ministerium genehmigt worden.
"Vater" der Wappenkunde (Heraldik) ist der die mittelalterlichen Ritterspiele leitende Herold. Die Ritter kämpften mit geschlossenem Visier und waren nur an ihrem Wappenschild zu erkennen. Die Geschichte der Heraldik beginnt bereits im 12. Jahrhundert und erreicht ihre Blütezeit etwa  von 1400 bis 1530. Im Meckenbacher Wappen zeigt die erste Bildhälfte ein silbernes Wolfseisen zwischen 6 silbernen  Sternen auf schwarzem Grund, in der zweiten Hälfte in Gold einen roten, blau bewehrten und bezungten Löwen. Sterne und Wolfseisen wurden einem alten Meckenbacher Gerichtssiegel aus dem Jahre 1698 entnommen (Rheingräfliche Akten, Staatsarchiv Koblenz, Abt, 36, Nr.2384). Der Löwe verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft. Von altersher bis in die Zeit der Befreiungskriege war der Wolf in den schluchtenreichen und  waldigen Gebieten des Naheraums, besonders im Hunsrück, das menschengefährdende Wildtier.  In Notzeiten langer Kriegsjahre und harter Winter wurden Wolfsrudel zur schreckensvollen Landplage. Der Wolf war der Inbegriff tödlicher Feindschaft und erbarmungsloser Mordgier.  Viele Rittergeschlechter, Städte und Gemeinden hiesiger Gegend tragen, sicher als Kennzeichen ihrer Heimat und als Ausdruck ihres Lebensmutes, die Wolfsangel oder das Wolfseisen als damaliges Fanggerät im Wappen.
(Aus: Albert Reidenbach, Jahrbuch des Hunsrück-Vereins 1972.)

Als 1814 die linksrheinischen Gebiete wieder unter deutsche Verwaltung gelangten, gaben die  Behörden strikte Anweisungen zur Wolfsbekämpfung. Die Wölfe waren in der langen Zeit der napoleonischen Kriege wieder eine Landplage geworden, sicherlich, weil sie sich ungestört vermehren konnten, ebenso wie die Wildschweine in und nach dem Weltkriege 1939 - 1945.

In Meckenbach erinnert heute noch die "Wolfskaul" am Steilhang neben der Bergschlucht an die  damalige Wolfsgefahr.